Der Marathonmonat

Allgemein, Mein Weg zum Marathon, Wochenberichte

Hallo!

Da ist er, DER Monat. Der Monat in dem ich einen Marathon laufen werde.

Vergangenen Sonntag stand das nächste Laufevent nach dem Mauerweglauf an (siehe extra Bericht) und das war echt grandios. Ich habe mich mega darauf gefreut: der Urban-Trail! Ich war soooo gespannt darauf und jetzt bin ich begeistert davon. Es war echt toll und mal was vollkommen anderes. 😊 Ich hatte unglaublich viel Spaß und habe die Gegend mal ganz anders kennengelernt. 🎉

Da wusste ich noch nicht, dass das der letzte Lauf im August war und ich den somit mit 103km abgeschlossen habe. Denn dann kam die Nacht zu Montag und ich hatte Halsweh… Ich habe mich die ganze Woche bemüht, aber dieser Entwicklung wie im Bilderbuch konnte ich nichts entgegensetzen. Ich bin erkältet! Mit allem drum und dran. 🤧😢 Da ich ja bemüht war das abzuwenden, habe ich daher nun schon die ganze letzte Woche nicht trainiert, nicht mal ein bisschen. Und heute wäre der nächste Lauf gewesen. Ein 10er und das quasi genau vor der Haustür. Meine Bestzeit wollte ich knacken. Und was habe ich gemacht? Das Bett gehütet. Könnt ihr euch vorstellen, wie schwer mir das gefallen ist? Aber es ging nicht und Gesundheit geht nun einmal vor. Trotzdem, bei aller Vernunft und so…ich finde das richtig blöd! Es war das erste Mal, dass ich einen Lauf streichen musste. Ich finde es Bedarf keiner Wiederholung.

Aber positiv denken kann ich auch. Ich versuche meinen Blick auf das große Ziel zu richten und meine schnelle Genesung dafür ist einfach wichtig. Also muss ich jetzt konsequent bleiben und mich schonen. Und nicht trainieren. Auch kein klitzekleines bisschen. Aber abgesehen davon, dass das wirklich nervt und mich traurig macht, macht es mir auch ein bisschen Sorge so „kurz“ vor dem Marathon flach zu liegen. 🙈

Ich werde aber optimistisch bleiben, denn im Grunde bin ich fit und gut im Training. Das wird. Ich hoffe, dass ich zum Ende der kommenden Woche wieder loslegen kann und mir dann beim nächsten Event kommendem Sonntag eine dicke Ladung positive Energie abholen kann.

Dann geht es in die finale Marathonvorbereitung und das große Ereignis rückt in greifbare Nähe.

Einen wunderschönen Sonntagabend,

eure Sari!

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Mauerweglauf 2019

Mein Weg zum Marathon

Hallo! 🙋
Mauerweglauf – Bericht:

Am Donnerstag bekam ich die Anfrage, ob ich am Samstag einspringen möchte, um eine Staffel beim Mauerweglauf zu unterstützen. Nachdem wir die Eckdaten geklärt hatten dachte ich mir, das ist so verrückt – das mache ich! 😅 Das Team hat sich unglaublich über meine spontane Zusage gefreut und diese positive Stimmung hat das gesamte Wochenende begleitet. 😊 Freitag ging es die Startunterlagen abholen und wir haben uns kennengelernt. Spät abends erhielt ich dann einen Anruf, noch jemand ist abgesprungen. 🙈 Ob ich noch mehr Strecke übernehmen könne..? Uff. Tja. Na wenn verrückt, dann halt richtig. 😅 Am Samstag um 7 Uhr früh ging es dann auch schon los und unser erster Läufer war unterwegs. Laut Plan stand mein Start zu 19 Uhr an. Bis dahin habe ich mich auf die Uni konzentriert und dabei regelmäßig die Zwischenmessungen verfolgt und über Gruppenchat Bilder und Videos von der Strecke gesehen und mitgefiebert. 🙂 Wir waren super unterwegs. 💪 Ich bin frühzeitig los und habe mein Auto am Ende meiner Etappe geparkt, so war ein komfortabler Heimweg gesichert, dann habe ich mich zu meinem Startpunkt begeben, die besondere Stimmung aufgesogen und Läufern zugejubelt. 🎉
Allerdings hatte ich da schon etwas Bammel. Als ich geparkt hatte, dachte ich beinahe ich bin falsch, aber dann kam ein Läufer. Ohje, dachte ich, das wird eine harte Nuss. Einsam in die Nacht laufen. 🙈😅 Aber die gute Stimmung und die Motivation, die in mir loderte, haben die Oberhand behalten und so bin ich tatsächlich kurz nach 19 Uhr, nach einer freudigen Übergabe, gestartet. Zunächst ging es idyllisch durchs Grün und es waren auch ein paar Läufer auf der Strecke, das hat sich aber bald verteilt, immerhin ist man aber noch dem einen oder anderen Spaziergänger begegnet. Ich hatte auf jeden Fall totale Energie und bin fröhlich losgeflitzt. 😊 Ich wusste überhaupt nicht was mich erwartet und war einfach gespannt und neugierig. Was würde mich erwarten, auf dieser denkwürdigen Strecke.

Der erste Versorgungspunkt kam mega schnell und ich informierte meine Staffel, prompt erhielt ich eine neue Dosis Motivation übers Handy. 😄 Mit zunehmender Dunkelheit wurde es auch zunehmend einsamer. Schlechte Mischung für meinen Geschmack. 😅 Aber ich war in meinem Trott und nichts konnte mich aufhalten. Gegen 21 Uhr kramte ich dann mal die Warnweste aus der Tasche, um besser sichtbar zu sein. Selber sehen ging noch. Und eine Weile habe ich mich an Läufer mit Fahrradbegleitung gehängt und hatte so auch Licht. Als ich diese jedoch hinter mir ließ, habe ich gemerkt wie dunkel es ist. Und so kam dann auch die Stirnlampe zum Einsatz. Witzig das so zum ersten Mal im dunklen Wald zu probieren. 🤣 Den Gedanken, was noch alles vor mir liegt habe ich gekonnt aufgehübscht, indem ich mir gesagt habe, was ich schon geschafft habe. Und bald kam auch der nächste Versorgungspunkt mitten im Wald. Mit Kerzen wurde der Weg dorthin beleuchtet. Ich war überwältigt was für eine unglaubliche Versorgung es auf der Strecke gab. Hut ab! Was das Herz begehrt. Sogar Brühe, Spaghetti und frische Eierkuchen usw direkt von der Pfanne. Sehr viel Obst, sehr viel Salzhaltiges und alle waren die ganze Zeit super bemüht und total lieb. Mega, echt!
Und wer es nicht glaubt, es wurde noch dunkler. 🙈 Ich gehe nicht mal mit Simba hier „im Wald“ spazieren, wenn es dunkel ist. Ich kann es nicht anders sagen, als dass ich da echt über mich hinausgewachsen bin. Und zum Glück ist mir nichts passiert. Ein Stück weit vor mir ist eine Frau gefallen, aber nach kurzem gemeinsamen Gehen war sie wieder okay. 🍀 Den letzten dunklen Part und auch die letzten Kilometer hatte ich dann nette Begleitung von einem Läufer, das war super. Und der Austausch mit einem Ultraläufer auf der Strecke war super interessant. 🙂 Fit und froh kam ich im „Ziel“ an. Wenn man das Gefühl hat, man könnte noch weiter laufen, ist das toll. Und vor allem in Hinblick auf den Marathon macht mir das Mut! 😁

Ich habe mein Finish noch mit Musik, Brühe und in eine Decke gehüllt genossen. Dann ging es Heim und ich habe noch verfolgt wie die beiden nach mir ihre Kilometer runtergelaufen sind. Man fiebert echt so mit. 😄 Dann bin ich aber ins Bettchen gefallen und ich habe geschlafen wie ein Stein. Heute Mittag stand dann die Siegerehrung an. Ich fand das total toll! Nochmal zusammen mit dem Team feiern, dass man das gemeinsam geschafft hat. Man hat einige von der Strecke wiedergesehen und man konnte alle bejubeln. 🎊 Wahnsinn, was manche so leisten! Nein. Wahnsinn, was jeder einzelne gestern und heute dort geleistet hat! 💪 Ich für meinen Teil, bin rundum zufrieden. Ich durfte Teil von etwas ganz Besonderem sein und habe das Wochenende und die Stimmung, das ganze Ereignis, genossen. Unser Team hat insgesamt 19:12:23 Stunden auf dem Mauerweg verbracht und hat dabei die 161,2 km bewältigt. Mein Anteil daran sind 27,6 km, womit ich witziger Weise den größten Anteil der Staffel gelaufen bin. 😅 Es war ein spontanes Abenteuer und ich bin dankbar dafür!

Woche 4&5 (08.07.-21.07.)

Allgemein, Mein Weg zum Marathon, Wochenberichte

Hallo liebe Leser!

Diese beiden Trainingswochen waren gleichzeitig meine beiden Wochen Sommerurlaub.
Deshalb habe ich mir gestattet, das Training etwas weniger strukturiert zu betreiben und „Wochentage Wochentage sein zu lassen“.

Nach einem fleißigen Gartentag am Mittwoch der 4. Trainingswoche, habe ich den Tag mit Intervallen ausklingen lassen. 4 Minuten schnell, 3 Minuten langsam. Nach dem ersten Intervall dachte ich „okay, ein Intervall ist doch schon viel mehr als gar kein Intervall, ab nach Hause!“. Aber natürlich habe ich dieser Stimme Sprechverbot erteilt und bin einfach zurück in den Wald getrabt.Bild könnte enthalten: Text
Ja und dann…wie sage ich das jetzt am besten.. 🤔dann war es einfach richtig geil! 😅 Für mich waren die intensiven Einheiten schon echt #ballern und für Berliner Verhältnisse ging es ordentlich auf und ab. 😄 Das letzte Intervall war sogar das schnellste Intervall. 😁 Nach dem Anfang hätte ich das niemals gedacht. Was lernen wir daraus? Durchhalten lohnt sich! Ich war danach echt richtig stolz und super zufrieden. Das war also ein wunderbarer Urlaubstag. 

Am folgenden Sonntag habe ich mir Zeit für einen langen Lauf genommen. Nach zwei Tagen in der Uni und einem Geburtstag am Samstagabend zog es mich ganz von alleine nach draußen zum Laufen. 😄 Außerdem habe ich ganz tolle neue Kompressionssocken erhalten, die ich natürlich auch unbedingt ausprobieren wollte. CEP hat neue mega coole Kompressionssocken im zeitlosen Look der 80er-Jahre entworfen. Back to the 80s! Die haben mich auf dem longrun unterstützt. 20 km sind es mit Ach und Krach geworden. Ganz voll habe ich sie nicht an einem Stück geschafft, aber nach einer Pause ist noch ein Kilometer dazu gekommen, wodurch ich sie geknackt habe.
Folgendes habe ich gelernt: ein Abend beim Griechen bei dem ich vorrangig Gemüse mit Fett gegessen habe 😉 und kein Frühstück vor dem Laufen sind definitiv keine gute Grundlage für einen langen Lauf! 🤣🤷 Aber meine Beine und mein ganzer Körper mussten dennoch lange aushalten, über 2,5 Stunden war ich unterwegs. Also Training check. 😅 Danach stand dann noch Uni auf dem Plan und danach nur noch ein gemütlicher Abend – Beine hoch. 😉

Bei dem langen Lauf habe ich auch mal mit Gel experimentiert, ob es einen guten Effekt hatte kann ich jetzt nicht behaupten, aber zumindest hatte es auch keinen negativen Effekt. 😅 Ich hatte mir vorgenommen da mal verschiedenes auszuprobieren.
Abgesehen von dem Intervalltraining und dem longrun habe ich ganz viel Stabitraining und ein bisschen Krafttraining gemacht. Das ist nämlich in meinen Augen unerlässlich. So hatte ich in meiner zweiten Urlaubswoche eine Verabredung um meinen Trainingsplan im Gym zu optimieren. Er passt jetzt perfekt zu meinem Lauftraining. Ich hoffe, dass mein Körper die Belastung des Trainings so weniger als Belastung empfindet und möchte natürlich verhindern, dass die „Schwachstelle Rücken“ mich einschränkt. Ansonsten haben wir ganz gezielt Übungen für die Beine ausgewählt, die der einseitigen Belastung des Laufens entgegenwirken und gleichzeitig auch zum Beispiel für Stabilität im Sprunggelenk sorgen. Dadurch gab es dann im Folgenden nur noch einen kleinen Lauf zum „Beine ausschütten“. 😄 

Ab morgen hat mich dann der Alltag wieder!
Allen einen schönen restlichen Sonntag,
Sari
Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, steht, Gras, im Freien und Natur

Woche 3 (01.07.-07.07.)

Wochenberichte

Hallo liebe Leser!

Die 3. Trainingswoche begann folgendermaßen: Neuer Tag, neue Woche, neuer Monat!
Wenn das nicht gut ist, um richtig durchzustarten!😃
Ich bin am Montagmorgen direkt los und habe mit meiner Marathonvorbereitung Nummer 9 gleich die ersten 5 Kilometer für #in30tagenumdiewelt2019 gesammelt! 😊
Die Temperaturen waren deutlich angenehmer. Das war fürs Laufen sBild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, steht und im Freienuper.

#in30tagenumdiewelt ist eine #spendenlaufchallenge  bei der alle Läufer online ihre Kilometer zusammentragen. 6 Sponsoren spenden dann Geld für Run&Help zugunsten der Ärzte ohne Grenzen. 
Schaffen wir es zusammen zweimal um die Welt  80.150,023 km) werden jeweils 200 Euro gespendet und bei drei Weltumrundungen  120.255,05 km) sogar von jedem Sponsor 300 Euro! [Werbung]

Mittwoch stand bereits das nächste Training an. Bei mir ging es gleich um 8 Uhr los mit einem Lauf. #earlybird 🌞🐦 Angesetzt war eine Runde von nicht ganz 10 km. Zwischen Einlaufen und cool down sollten 5,9 km in 40 Minuten gelaufen werden (Pace 6,54). Geschafft! 💪 Es lief heute super gut, sodass ich das Tempo insgesamt etwas schneller gewählt habe. Es ist mir auch tatsächlich gelungen, das Tempo einigermaßen gleichmäßig zu laufen. Das ist für mich immer noch eine Herausforderung, aber ich bin erstaunt, dass ich doch relativ schnell ein Gefühl dafür entwickel.
Marathonvorbereitung 10 

Am Freitag folgte wieder ein Dauerlauf, Plan war 9,3 km in 01:10:00 Stunden zu laufen. Direkt nach der Arbeit bin ich in die Laufschuhe geschlüpft und los ging es. Es ist ein Kilometer mehr geworden, aber das ist okay. 😁😄  Auf dem letzten Kilometer habe ich ein paar Steigerungsläufe eingebaut. Ich war total überrascht, wie schnell ich in zwischen werden kann und wie weit ich einen Sprint dann schaffe. Da habe ich jetzt schon eine deutliche Besserung bemerkt. Ich mache das aktuell ganz unkompliziert von einer bis zur nächsten Straßenecke, denn auf dem letzten Kilometer laufe ich eine schnurgerade Straße, die ein paar Querstraßen hat. An einer Ecke habe ich sogar einen Radfahrer am Start abgehängt und er hat mich nicht eingeholt. 😁 (Ja vielleicht war er auch nur langsam..keine Ahnung..aber es war ein toller Moment hehe!) Danach habe ich mich richtig super gefühlt und das Wochenende konnte kommen.

Der heutige Sonntag sollte dann eigentlich wieder genutzt werden, um eine schöne lange Laufeinheit zu absolvieren. Aber aus organisatorischen Gründen habe ich die Laufeinheit auf morgen verschoben und heute nur eine kurze Runde absolviert.
Getauscht ist ja nicht geschwänzt. 😊 Die langen Laufeinheiten sind für das Training zum Marathon besonders wichtig. Aber sie kosten eben auch viel Zeit und man sollte auch entsprechend gestärkt in diese Läufe gehen. So werde ich also morgen die neue Woche mit einem solchen Lauf beginnen und gebe mich damit zufrieden heute nur eine halbe Stunde in den Laufschuhen verbracht zu haben.

Einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche,

Eure Sari

Woche 2 (24.06.-30.06.)

Allgemein, Mein Weg zum Marathon, Wochenberichte

Hallo liebe Leser!

Die zweite Trainingswoche ist wie im Flug vergangen.
Meine erste Trainingseinheit wäre ein 5km-Lauf am Montag gewesen, aber der Wochenstart brachte Termine mit sich, die viel Zeit und Kraft kosteten, und so fehlte dann einfach sämtliche Energie für einen Lauf. Einige sagen, eine ausgefallene Einheit wird nicht nachgeholt. Ich weiß noch nicht wie ich das dauerhaft für mich regeln werde. In diesem Fall kam das für mich aber nicht in Frage und ich habe den Lauf für mich quasi nicht ausfallen lassen, sondern auf den Dienstag verschoben. Da ich mir an diesem Tag auch noch ein weiteres paar Laufschuhe zugelegt habe (🙄die waren total krass reduziert…😅ich schone ja auch mein anderes Paar dadurch…🙃auch Schuhe müssen sich erholen…) habe ich noch einen Grund mehr gehabt wenigstens eine kleine Runde zu drehen, um sie auszuführen und die Beine ein bisschen auszuschütteln.

Am Mittwoch stand dann Marathonvorbereitung 6 auf dem Plan Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, im Freien, Text und Naturund zusätzlich Rekordtemperaturen von 38°C!
Also ging es um 7 Uhr früh schon 
los, Intervalle! Zwei mal 2,9 km in 20 Minuten mit 550 m Pause dazwischen zusätzlich natürlich aufwärmen und cool down, insgesamt 9,9 km waren angesetzt. Dieser Lauf ist richtig gut gewesen. 🙂 Die Daten dazu könnt ihr im Bild sehen. Und ich bin froh, das Training absolviert zu haben bevor die 30°C-Marke an diesem Tag geknackt wurde. 😅 Danach ein bisschen dehnen in der Morgensonne, inklusive Abkühlung. 😊
Das war ein gelungenes Bergfest.

Am Freitag folgte die nächste Einheit und direkt nach Feierabend bin ich wieder gut gelaunt in die Laufschuhe geschlüpft und los gelaufen. Es sollten 7,5 km in einer Stunde gelaufen werden, geworden sind es 7,14 km in 51:04 Minuten. Damit war ich sehr zufrieden und bin noch immer gut gelaunt ins Wochenende gestartet. Dieser Lauf ist mir absolut leicht gefallen. Scheinbar ist ein Satz Intervalle doch so anstrengend, dass mir ein „normaler“ Lauf danach wirklich super entspannt vorkommt. 🙂

Am heutigen Sonntag stand dann der nächste Lauf auf dem Plan und auch heute sollen es wieder rekordverdächtige 38°C werden. Um 9 Uhr waren es bereits 27°C, als ich bepackt mit meinem Trinkrucksack startete, um 12,5 km in 1:45 Stunden zu laufen. Diese Nuss habe ich heute nicht geknackt. Es wurde gefühlt minütlich wärmer und ich habe beschlossen diese ruhige Einheit auf 10 km zu reduzieren. Außerdem habe ich versucht so viel wie möglich im Schatten zu laufen, aber so ganz hat es nicht geklappt. Relativ erschöpft kam ich dann nach etwas mehr als einer Stunde wieder zu Hause an. Ein bisschen hat es mich gewurmt, die Distanz gekürzt zu haben, aber Gesundheit geht immer vor! Und daher bin ich einfach froh, trotz Hitze 10 km gelaufen zu sein und nun gesund und frisch am Schreibtisch sitzen zu können. 😊 Marathonvorbereitung 8 ist im Kasten und den Juni verabschiede ich damit mit über 100 gelaufenen Kilometern! 

Einen wunderschönen Sonntagabend und einen guten Wochenstart morgen,

eure Sari!

Woche 1 (17.06.-23.06.)

Allgemein, Mein Weg zum Marathon, Wochenberichte

Hallo,
hier kommt mein aller erster Wochenrückblick.

Super motiviert bin ich vergangenen Montag aufgestanden und war voller Tatendrang. Tag 1 meiner tatsächlichen Marathonvorbereitung! Mein erster richtiger Trainingstag. Eigentlich ist das ziemlich sonderbar, da ich ja schon „die ganze Zeit“ trainiere und laufen gehe. Aber es hat anscheinend doch Auswirkung auf mein Empfinden, dass ich Montag, den 17.06.2019, als Startschuss für mein Training festgelegt habe. Noch etwas mehr als 100 Tage bis zu DEM Tag! Und so war eigentlich alles wie immer und eben doch ganz anders, als ich am Montagabend die Laufschuhe angezogen habe und losgetrabt bin. Langsamer Dauerlauf über 6 km. Obwohl ich schon extra spät los gelaufen bin war es noch brütend heiß. Hochrot aber glücklich und kam ich nach rund 45 Minuten wieder zu Hause an; der Anfang ist geschafft. Und zu diesem Zeitpunkt dachte ich bereits an Mittwoch, denn da stand Einheit 2 auf dem Plan. 😁
Den ganzen Dienstag habe ich immer wieder den Gedanken im Kopf gehabt, dass am nächsten Tag meine ersten Intervalle anstehen. Intervalle! Ein Wort, dass unter Läufern in den allermeisten Fällen nicht gerade Begeisterung hervorruft. Als Reaktion auf meine Intervalle gab es aber auch eine sehr nette, positive Formulierung – „Ich freue mich darauf dass wieder Intervalle anstehen, endlich kommt wieder Dynamik ins Training!“. Ja, so kann man das sehen.
Soll ich euch mal sagen, dass ich echt nervös war? Ich habe im Vorfeld so oft gelesen, wie einige leiden, wenn Intervalle anstehen (und sie diese hinter sich gebracht haben..).
Und ich habe das bisher nicht ernsthaft probiert! Mit ernsthaft meine ich, die Dauer, Pace und Strecke dabei im Auge zu haben. Intuitiv habe ich das mit den Intervallen ab und an gemacht.
Nun das erste Mal mit Plan.
Angesetzt waren 10-15 Minuten aufwärmen und  ungefähr 10 Minuten cool down, dazwischen 5 Runden von jeweils intensiven 3 Minuten – 440 m Pace 6:49 mit folgenden Trabpausen von 3 Minuten – 360 m Pace 8:20! Ich bin schon immer ziemlich beeindruckt gewesen, wenn ich gesehen habe wie exakt, wie gleichmäßig, einige ihre Intervalle absolvieren. Ich bin jetzt noch mehr beeindruckt. Aber ich schätze das ist, wie so vieles im Leben, Übungssache. Wie ich mich angestellt habe seht ihr auf  dem Bild.
Es war mega anstrengend, 3 Minuten können sehr lang sein, ich habe die Trabpausen teilweise auch zu Gehpausen gemacht.  Aber egal. Geschafft! 💪 28°C, Intervalle absolviert, hätte mir das vor 1-2 Jahren jemand gesagt… 🤣 Auf jeden Fall habe ich noch keine eigene feste Meinung zum Thema Intervalle, ich gebe ihnen noch die Chance dazu Freunde zu werden. Fest steht, dass es nicht einfach ist die Zeit, Distanz usw. beim Laufen zu beachten, wenn man das nicht gewöhnt ist. Ich hatte dadurch beim Laufen ganz schön zutun. Diese Trainingseinheit habe ich morgens absolviert und war den ganzen Tag danach total glücklich, dass ich es geschafft habe.
Die 3. Einheit folgte am Freitag. Nach der Arbeit schlüpfte ich also wieder in meine Laufschuhe und los ging es. Angesetzt waren 6,5 km in 50 Minuten. Ich bin ja bislang ohnehin eher eine langsame Läuferin, aber da bin ich mal zu schnell gewesen. 😁 Dieser Lauf war im Vergleich zu Mittwoch super entspannt. Es ist mir unglaublich leicht gefallen. Und ich habe nicht zu sehr auf die Pace geachtet, habe einfach versucht bewusst langsam zu laufen. Dadurch hatte ich den Kopf frei und habe den Lauf schlichtweg genossen. Überwiegend hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Ein richtiger Wohlfühllauf. Eins weiß ich jetzt schon, egal wie das Training weiter verlaufen wird, ich werde mir immer die Zeit für solche Läufe nehmen. Denn genau das – die Gedanken fliegen zu lassen und die Natur zu genießen – zaubert einem ein Lächeln, macht einen glücklich. Darum macht Laufen Spaß und den möchte ich schließlich nicht verlieren, nur weil meine Ambitionen steigen.
Am heutigen Sonntag stand dann bereits die 4. Einheit auf dem Plan, ein Longrun über 10,8 km in 1,5 Stunden. Also ein entspannter Sonntagslauf.
Ich bin mit meiner ersten Trainingswoche sehr zu frieden und freue mich auf die nächste!

Habt es schön,
eure Sari!

Wie alles begann

Allgemein, Mein Weg zum Marathon, Rückblicke

Hallo!
Wie bin ich denn eigentlich zum Laufen gekommen? (Von der Kindheit abgesehen)

Eigentlich ziemlich spontan. Ich hatte ein paar Turnschuhe und fand es plötzlich nett, damit mal laufen zu gehen. Komischer Weise im Winter. Einmal die Straße runter und wieder hoch. Aber das verflog wieder. Mein Fokus lag beim Fitness. In einem Sportgeschäft habe ich mir dafür neue Schuhe kaufen wollen und verliebte mich in Laufschuhe. Später war ich mit meiner Mama nochmal dort. Wir ließen uns beraten und kauften Schuhe, die für das Fitnesstraining passend waren. Und die Laufschuhe. 🙂 Die gab es dann zu Weihnachten. Naja und dann musste(wollte) ich natürlich unbedingt laufen gehen.

Wenn man das „Läuferdasein“ betrachtet, dann sind da finde ich zwei Dinge interessant und sagen etwas über die persönliche Entwicklung aus:
Die gelaufenen Kilometer und die Teilnahme an offiziellen Rennen.
Eines sei dabei klar gestellt – ich will damit überhaupt nicht sagen, dass man kein Läufer ist, wenn man nicht an offiziellen Events teilnimmt. Im Gegenteil. Für mich ist jeder ein Läufer, der im Rahmen seiner Möglichkeiten läuft.
Zurück zu mir. 😉
Meine gelaufenen Kilometer:
Die allermeisten tracken ja ihre Läufe. Sei es per App oder Laufuhr. Wie heißt es so schön: „Ein nicht aufgezeichneter Lauf zählt nicht.“ Ich lasse das mal so stehen.. 😉 Aber ja, auch ich tracke meine Läufe. Warum? Weil ich so zum Beispiel jetzt im Stande bin hier eine Übersicht der vergangenen Jahre niederzuschreiben. 🙂 Für mich ist es einfach schön meinen Fortschritt zu sehen, ich behalte Distanzen und Zeiten im Auge und kann so Rückschlüsse ziehen.
Die gelaufenen Kilometer sind eine Zahl. Eine Zahl, die natürlich unterschiedliche Bedeutung hat je nachdem aus welcher Perspektive man sie betrachtet und was man als Vergleich heranziehen mag. Aber eigentlich gibt es nur eine richtige Perspektive: meine! (respektive die eigene) 🙂 Und da ergibt sich das folgende Bild:
2015 habe ich erstmals eine Laufapp installiert, genutzt jedoch nicht wirklich. Ich habe bei Facebook gepostet, dass ich etwas mehr als 2km laufen war, weil ich darauf unglaublich stolz war. Außerdem habe ich an einem Spaßlauf teilgenommen und bin da immerhin 5km gelaufen.
Ich habe Zuspruch bekommen, dass es gar nicht schwer ist mehr zu schaffen und mich im folgenden Jahr gesteigert. 10km habe ich 2016 geschafft (das lag bestimmt an den Schuhen ; -) ) und mich dann auch prompt für einen offiziellen Lauf angemeldet. Den habe ich geschafft und fand das auch toll, aber dennoch – das war es dann erstmal.
Es kam das Jahr 2017 und ich habe mir vorgenommen an diesem Lauf wieder teilzunehmen und habe mich danach so gut gefühlt, dass ich mich aus der Euphorie heraus für den Halbmarathon im Frühjahr darauf angemeldet habe. Ich fing an, relativ kontinuierlich Läufe zu absolvieren und aufzuzeichnen. Insgesamt habe ich 2017 120km zurück gelegt. Der Sprung zu 333km im Jahr darauf, 2018, ist aus meiner Sicht enorm. Hinzukommt, dass ich immer wieder gesundheitlich eingeschränkt war durch eine gebrochene Rippe, einen Kapselriss am Zeh und Probleme mit meiner Bandscheibe. Da gab es jede Menge (Zwangs)pausen. Aber ich habe den Halbmarathon geschafft und immer weiter gemacht und mir für das kommende Jahr, 2019, große Ziele gesetzt. So betrachtet kann ich sagen, dass 333km eine für mich immer noch unglaubliche Zahl ist und dass ich stolz bin so viel auf meinen eigenen Beinen zurück gelegt zu haben. Aus gesundheitlichen Gründen hängen Fitness und Kickboxen jetzt mit schwerem Herzen am Nagel und ich konzentriere mich vor allem aufs Laufen mit kombiniertem Krafttraining.
Nun läuft mein „Laufjahr“ 2019, ich habe die Kilometer des Vorjahres bereits geknackt und werde durch das Training zum Marathon wohl noch eine ordentliche Schippe drauflegen.
Teilnahme an offiziellen Rennen:
Oben schon kurz angerissen hier noch etwas mehr dazu. Ich war unfassbar nervös vor meinem ersten Start bei einem 10km-Lauf und das hat sich potenziert als der erste Halbmarathon anstand. Es ist inzwischen besser geworden, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich am Morgen des „raceday“ immer aufgeregt bin. Hibbelig wusel ich umher und kann nicht wirklich frühstücken, dabei bin ich aber super fröhlich und bereits mit einem Dauergrinsen ausgestattet. Komische Mischung.
Es gab also einen 10km-Lauf in 2016 und einen in 2017. Dann kam der Halbmarathon in Berlin am 08.04.2018 und es war davor, dabei und danach einfach unbeschreiblich. Unbeschreiblich schön! SO schön, dass ich mich direkt fürs nächste Jahr angemeldet habe und dann aber Hummeln im Hintern bekommen habe und auf keinen Fall bis dahin warten wollte. Ich habe meine Fühler ausgestreckt. Ui was gibt es denn da alles an Laufveranstaltungen? Es gibt ganze Laufkalender im Internet! Wahnsinn. Ich hatte Blut geleckt. 🙂 Ich lief und lief und brachte es am Ende des Jahres auf 8 offizielle Läufe.
Dieses Jahr habe ich bereits an 5 Läufen teilgenommen, davon waren 2 ein Halbmarathon und einer der S25 in Berlin, den ich auch tatsächlich über die 25km gelaufen bin. Einige weitere Läufe sind schon angemeldet und es werden sicher noch mehr..auf jeden Fall mehr als im vergangenen Jahr. Im September steht dann das große Ziel Marathon an. Und da ich soziale Projekte unglaublich wichtig finde, habe ich mich entschieden meinen ersten Marathon für ein Charity-Projekt zu laufen. Soziales Engagement ist nicht nur direkt vor der Haustür wichtig, daher bietet sich gerade so ein großes internationales Ereignis wie der Berlin-Marathon an, über den Tellerrand zu schauen.

Mehr zu dem Charity-Projekt, für das ich laufen werde, findet ihr hier:

https://www.helpage.de/spenden-und-helfen/spendenaktionen?cfd=auomb

Ich freue mich auf euer Feedback und eigene Berichte,

Eure Sari

Sari läuft

Mein Weg zum Marathon

Hallo liebe Leser!

Diese Seite ist ja ursprünglich aus einer Kombination von Fitness und Veggie-Rezepten entstanden. Zum „Foodbloggen“ fehlte mir neben dem Masterstudium und der Arbeit einfach die Zeit, aber diese Seite deshalb zu löschen wäre ja auch schade gewesen. Mein sportlicher Werdegang hat sich in den letzten Jahren ein wenig gewandelt. Durch eine Bandscheibenprotrusion musste ich Rückschläge einstecken und meine Aktivitäten anpassen. Aufgeben und inaktiv werden war dabei nie eine Option! Ich weiß aber, dass das schwer ist.
Um andere Menschen zu motivieren und meine Erfahrungen zu teilen, habe ich entschieden, meinen anstehenden Weg zu teilen und dabei auch Rückblicke einzustreuen. Ich werde berichten was ich bisher erlebt habe und euch auf meine „Reise“ zu meinem ersten Marathon am 29.09.2019 mitnehmen. Es wird Kindheitserinnerungen geben, denn ich habe damals z.B. am Minimarathon teilgenommen, und ich werde euch von den Läufen aus den vergangenen Jahren erzählen. Außerdem werde ich über Equipment berichten und natürlich meinen aktuellen Fortschritt mit euch teilen. Und das alles ehrlich und so wie es tatsächlich war und ist! Denn nur so kann ich euch wirklich mitnehmen und eventuell den ein oder anderen zum Anfangen oder zum nicht Aufgeben motivieren und vielleicht auch durch meine Erfahrungen bei Entscheidungen helfen. Ja und wenn es gut läuft, dann kann ich daraus auch noch Motivation ziehen.
Ich freue mich und bin gespannt, wer mir bei meinem aufregenden Vorhaben folgt!

Eure Sari